12|06|2010
An der Strunde klapperte es gewaltig
Die Strunde hat viele Fans - und das könnte an ihrer Bescheidenheit liegen. Denn man muss sie entdecken. Und so machten sich 60 Radfahrer trotz drohendem - und später auch einsetzenden - Regen auf, den Bach zu erkunden, der so viel Einfluss auf die Entwicklung der Region um Bergisch Gladbach genommen hat, dass er schon im frühen Mittelalter bis Köln-Mülheim künstlich verlängert wurde. Die Bachgasse an der Mülheimer Brücke zeugt heute noch davon. Auch Herrenhäuser wie Haus Isenburg oder Haus Thurn haben ihren Ursprung der guten Nutzbarkeit des kleinen Baches zu verdanken.
Die Strunde entspringt bescheiden im "Hinterhof" von Herrenstrunden und es bedarf schon einiges an Engagement, sie künftig angemessen zu würdigen. Neue Radwege entlang ihrer Ufer und die Freilegung einiger Abschnitte in der Stadt Bergisch Gladbach sollen sie aufwerten und den einst in der Literatur bezeichneten "fleißigsten Bach" wieder aufwerten und touristisch nutzbar machen. Entlang der Strunde gab es einmal über 36 Mühlen. Für Getreidemühlen reichte der Ertrag des Umlandes nicht aus, aber beispielsweise Papiermühlen fanden hier gute Bedingungen vor und prägten den Raum bis heute, denn auch die Firma Zanders nahm hier ihren Ursprung.
Dank fachkundiger Führung durch Vertreter der Städte Köln und Bergisch Gladbach konnten alle Besonderheiten der Strunde und des Regionale 2010-Projektes "Kultur- und Landschaftsachse Strunder Bach" anschaulich vermittelt werden.
Informationen zu Projekt:
Die Reise in die Heimat geht weiter: Das aktuelle Tourenprogramm finden Sie am 10. Juli 2010 in Ihrer Zeitung oder unter: www.rheinische-welt-ausstellung.de