09|07|2011
Erster Spatenstich für den Landschaftspark Belvedere
Mit einem umfangreichen Informationsprogramm für die interessierten Bürgerinnen und Bürger ging ein weiterer Teil des Regionale 2010-Projektes RegioGrün in die Realisationsphase. Unter der Beteiligung von Vertretern aus Politik und Verwaltung wurde der erste symbolische Spatenstich im Landschaftspark Belvedere am Standort ‚Domblick‘ gesetzt. Im Anschluss daran stellte das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen das Vorhaben am Gut Vogelsang vor und das das Max-Planck-Institut für Pflanzenzüchtungsforschung lud zu einem Rundgang durch seine Wissenschaftsscheune und den Schaugarten ein. Schließlich gab es noch die Gelegenheit ausgehend von Gut Vogelsang an einer fachlich begleiteten Führung zu verschiedenen Stationen im Landschaftspark teilzunehmen.
Der circa 300 Hektar große Landschaftspark Belvedere gehört zu den Kölner Stadtbezirken Lindenthal und Ehrenfeld. Die Militärringstraße im Osten und die Autobahn A1 im Westen, die Bahnlinie Köln-Aachen im Süden und das WDR-Gelände in Bocklemünd im Norden begrenzen das Areal. In seiner Mitte liegt das Max-Planck-Institut für Pflanzenzüchtungsforschung, das mit dem Gut Vogelsang auch die umliegenden Äcker bewirtschaftet. Eine Wissenschaftsscheune mit Schaugarten macht die Forschung rund um die Nutzpflanzen für die breite Öffentlichkeit erlebbar. Der Landschaftspark Belvedere schließt eine Lücke im Äußeren Kölner Grüngürtel und dient gleichzeitig als Gelenk zu zwei Landschaftskorridoren, die die Verbindung zur Ville und Erftaue herstellen.
Der Landschaftspark Belvedere ist Teil des Regionale 2010-Projektes RegioGrün, welches aufbauend auf dem historischen Erbe des Inneren und Äußeren Kölner Grüngürtels fünf Freiraumkorridore entwickelt, die als „Radialen“ die Erftaue und die bewaldete Ville erreichen und diesen Landschaftsraum zu einem dritten Kölner Grüngürtel machen. Die Korridore strukturieren den suburban geprägten linksrheinischen Raum und steuern somit die künftige Siedlungsentwicklung. Das System der Grünringe und -korridore wird als strategischer Ansatz auch auf der Köln-Deutzer Rheinseite entwickelt. Es knüpft dabei an den rechts-rheinischen Äußeren Grüngürtel an. Hiervon ausgehend stellen drei radiale Korridore die Verbindung ins Bergische Land her: entlang der Strunde, zum ,Grünen Fächer‘ und zur,Wahner Heide‘. Ziel des Projektes ,RegioGrün‘ ist die nachhaltige Sicherung des Freiraums und die Schaffung eines zusammenhängenden Kulturlandschaftsnetzwerks.
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Fotos: Stadt Köln

V.l.: Dr. Reimar Molitor, Geschäftsleitung Regionale 2010; Bezirksbürgermeisterin Lindenthal, Helga Blömer-Frerker; Prof. Dr. Paul Schulze-Lefert, Leiter Max-Planck-Institut (MPIZ); Bezirksbürgermeister Ehrenfeld, Josef Wirges und Oberbürgermeister der Stadt Köln, Jürgen Roters


