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13|01|2012

Regionale 2010-Projekt :terra nova – Forum nimmt Formen an

An der Tagebau-Kante bei Elsdorf sind inzwischen umfangreiche Baufortschritte am Forum :terra nova...

19|12|2011

Die Sieger des Fotowettbewerbs "Bewegtes Rheinland" stehen fest!

GAR-Vorsitzender Werner Stump und Geschäftsführer Rainer Overmann prämierten die besten Fotos

14|12|2011

RegioGrün: Revitalisierung der Lindenthaler Kanäle abgeschlossen

Nach mehr als einem Jahr der Bautätigkeit an dem Rautenstrauch- und Clarenbachkanal fließt wieder...

08|12|2011

Regionales Familienalbum erschienen

Die Regionale 2010 verabschiedet sich mit einem Familienalbum vieler Beteiligter und einem Film...

07|12|2011

Dhünnhochfläche erhält weiteren Zuwendungsbescheid

Die Anlage von drei Wanderparkplätzen im Regionale 2010-Projekt Dhünnhochfläche wird mit einer...

05|06|2010

Luftkreuz des Westens

Der Kölner Flughafen Butzweilerhof

In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg ist er aufgrund seiner militärischen Nutzung für die Öffentlichkeit weitgehend unzugänglich, heute noch eher ein Geheimtipp für kultur- und architekturgeschichtlich Interessierte und morgen vielleicht ein „Hot Spot“ in der Stadtkultur: Der Butzweilerhof.

 

Auch wenn seit 1906 bemerkenswerte Luftfahrtereignisse hier stattfinden, beginnt mit der Gründung des Flughafens Butzweilerhof im Jahr 1926 offiziell die zivile Luftfahrt in Köln, und zwar sehr erfolgreich. Das „Luftkreuz des Westens“ wird nach Berlin-Tempelhof schnell der zweitgrößte Flughafen Deutschlands.

 

1936 löst ein neues Flughafengebäude die Vorgängerbauten ab. Der Butzweilerhof gilt nach Tempelhof als die größte komplett erhalten gebliebene Flughafenanlage der 1930er Jahre. Markantes Charakteristikum der Flughafengebäude ist der deutlich sichtbare Bezug zur Bauhausarchitektur. Er blieb erhalten, denn nach dem Zweiten Weltkrieg verlor der Butzweilerhof seine ursprüngliche Funktion. Mit dem Flughafen Köln/Bonn in der Wahner Heide wurde ein neuer Zivilflughafen für den Großraum Köln/Bonn erbaut.

 

1988 wurde die Gesamtanlage des Butzweilerhofes mit den Gebäuden, einschließlich des Rollfeldareals und die verbindenden Straßen unter Denkmalschutz gestellt. Seit dem Jahr 2000 setzt sich die Stiftung Butzweilerhof mit großem Engagement für die denkmalgerechte Restaurierung des alten Flughafens Butzweilerhofs ein.

 

Dieses herausragende Zeugnis der regionalen und überregionalen Verkehrs-, Wirtschafts- und Architekturgeschichte stellte die Reise in die Heimat vor. Mehr als 30 Reisende interessierten sich für die Vergangenheit und Zukunft des Butzweilerhofes.

 

Zunächst lenkte Dr. Walter Buschmann, Referatsleiter Technik und Industriedenkmäler beim Rheinischen Amt für Denkmalpflege und Vorsitzender des Vereins für Rheinische Industriekultur den Blick auf die Flughafenarchitektur des Butzweilerhofes. Er unterstrich die vorhandene Melange aus einer noch kräftig spürbaren Avantgardearchitektur der 1920er mit Formelementen, in denen auch der Gestaltungswille des NS-Staates zum Ausdruck kommt. Für zahlreiche Zuhörerinnen und Zuhörer war sicherlich der Hinweis darauf, dass, wie zahlreiche Ingenieur- und Industriebauten der 1930er Jahre, auch der Flughafen Butzweilerhof die Existenz unterschiedlicher Architekturauffassungen in der wirtschaftlichen und politischen Führungsschicht des NS-Staates belegt, die die Herausbildung eines homogenen Stilkanons in jener Zeit nicht zuließen.

 

Neben monumentalem Neoklassizismus und Formen des Heimatstils gab es in den 1930er Jahren auch Bauten, in denen die Tradition der Klassischen Moderne fortlebte. Insofern ist der Flughafen Butzweilerhof ein wichtiges Dokument für die in der architekturhistorischen Forschung längst nicht schlüssig beantworteten Frage über Kontinuität oder Diskontinuität der Moderne in der NS-Zeit.

 

Der Vorsitzende der Stiftung Butzweilerhof, Dr. Edgar Mayer, vermittelte bei seinem Rundgang über das Areal einen nachhaltigen Eindruck von der räumlichen Dimension des ehemaligen Flughafens. Die Bemühungen der Stiftung für den Erhalt des Denkmals wurden deutlich sichtbar, vor allem das außergewöhnliche persönliche Engagement von Frau Nickel-Mayer und Herrn Dr. Mayer blieb den „Heimat-Reisenden“ nicht verborgen. Die "Stiftung Butzweilerhof Köln" wurde 1999 ins Leben gerufen, um das architektonisch wertvolle Denkmal zu erhalten und die regionale Luftfahrtgeschichte zu erforschen.

 

Die SKI Standort Köln-Immobilien GmbH & Co. KG, eine Tochter der Sparkasse KölnBonn, erwarb 2003 den Flughafen samt 50 Hektar dazugehöriger Flächen.

 

Die Erschließung des Gebietes „Am Butzweilerhof“ gilt als Musterbeispiel für die harmonische Verbindung von Leben und Arbeiten. Der Bau von 99 Einfamilienhäusern im Bauhausstil ist bereits abgeschlossen.

 

Zahlreiche Unternehmen unterschiedlicher Branchen haben die Qualitäten des Standortes erkannt, nicht zuletzt durch die geplante Verlängerung der KVB-Linie 5. Auf die Perspektiven, die in der denkmalgerechten Restaurierung des ehemaligen Flughafens und der Belegung des Areals u.a. mit einem gastronomischen Angebot sowie der Erschließung eines neuen Standortes im Kölner Nordwesten liegen, ging der Geschäftsführer der SKI Standort Köln-Immobilien GmbH, Helmut Raßfeld, ein.

 

Die Dynamik der zu erwartenden Entwicklungen empfiehlt eine Wiederholung des Besuchs, um sich über den Fortschritt der Arbeiten zu informieren.

 

Das Luftkreuz des Westens ist eine Tour im RAhmen der Rheinischen Welt-Ausstellung gewesen. Viele weitere Tipps und Termine finden Sie unter:

www.rheinische-welt-ausstellung.de

 

Näheres zum Projekt finden Sie unter:

Flughafen Butzweilerhof

Bilder: Thomas-Morus-Akademie Bensberg