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:projektträger

Stadt Leverkusen

:status

A-Projekt

:beschreibung

Die neue bahn stadt :opladen befasst sich als städtebauliches Schwerpunktprojekt der Stadt Leverkusen mit der Entwicklung einer 72 ha großen, für den Betrieb nicht mehr benötigten Bahnfläche. Die Flächen der neue bahn stadt :opladen liegen zentral im Leverkusener Stadtgebiet, zwischen den Stadtteilen Quettingen [im Osten] und Opladen [im Westen]. Das Projektgebiet umfasst im Osten die Flächen des ehem. Ausbesserungswerkes Opladen [AW Opladen] und des Gleisbauhofes. Westlich der Personenstrecke Köln – Wuppertal, die die Entwicklungsflächen durchquert, liegen weitere Entwicklungsflächen, die heute zwischen der Hauptstrecke und einem Gütergleis „eingeklemmt“ und trotz ihrer unmittelbaren Nähe zum Zentrum von Opladen stadträumlich isoliert sind.

Im Rahmen des Kooperationsprojektes der Stadt Leverkusen und der DB AG wird die 'neue bahn stadt :opladen' langfristig zu einem attraktiven Stadtteil mit Wohnen, Gewerbe, Dienstleistungen und gemischten Stadtquartieren auf den östlichen Entwicklungsflächen und zentrumsergänzenden Nutzungen im westlichen Bereich entwickelt. Das Projekt geht einher mit umfangreichen Infrastrukturmaßnahmen wie dem Neubau des Bahnhofs Opladen und der Umgestaltung des Bahnhofsumfeldes, die Verlegung der Gütergleisstrecke im Westen, der Schaffung einer neuen Bahnallee und mehrerer Brückenschläge über die Bahntrasse hinweg, um Verbindungen zwischen der ‚neuen bahn stadt :opladen’ und den angrenzenden Stadtteilen zu schaffen. Hierfür entstehen darüber hinaus auf den östlichen Entwicklungsflächen attraktive Grünzüge und Freiräume. Der Erhalt und eine wirtschaftlich tragfähige Umnutzung identitätsstiftender alter Bausubstanz [Wasserturm, Kesselhaus etc.] und von vorhandenen Grünstrukturen [Freiräume, Alleen] sind zentrale Elemente der Projektentwicklung.

 

:planung+prozess

Erste planerische Überlegungen zur neuen bahn stadt :opladen wurden bereits im Jahr 2000 im Rahmen einer städtebaulichen Perspektivenwerkstatt angestellt. Über 600 Bürgerinnen und Bürger haben seinerzeit die künftige Entwicklung des Areals unter Berücksichtigung des damals noch betriebenen Ausbesserungswerkes diskutiert. Zentrale und bis heute gültige Erkenntnis war, dass das Projektgebiet in seiner Gesamtheit und Gesamtdimension betrachtet und dass somit die Entwicklung von Teilbereichen ohne übergeordnetes Planungskonzept vermieden werden sollte. Nachdem im Jahr 2003 das Ausbesserungswerk geschlossen wurde, standen zunächst technische Untersuchungen und die Prüfung der finanziellen Machbarkeit der neuen bahn stadt :opladen im Mittelpunkt der Projektentwicklung. Während für die westlichen Entwicklungsflächen aus der Machbarkeitsstudie heraus bereits bindende Planungen vorliegen, wurde im Jahr 2006 ein EU-weit ausgeschriebener, kooperativer städtebaulicher Planungswettbewerb für die 44ha großen östlichen Entwicklungsflächen ausgelobt. Ziel war es, konkrete städtebauliche Konzepte für diesen Bereich der neuen bahn stadt :opladen zu erhalten. Aufbauend auf den Anätzen der Perspektivenwerkstatt wurde der Wettbewerb flankiert durch eine intensive Information und aktive Beteiligung der Öffentlichkeit am Wettbewerb. Neben der Information der Bürgerschaft über die Geschichte des Standortes, den Wettbewerb und die planerischen Perspektiven ging es vor allem darum, den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit zu geben, ihre Ideen und Anregungen in den Planungsprozess einzubringen. Für Viele war es zudem das erste Mal, dass sie die Flächen des ehemaligen Ausbesserungswerkes betreten durften, denn bis dahin war das AW eine geschlossene Stadt in der Stadt, nur über das zentrale Werkstor an der Werkstättenstrasse und für die Mitarbeiter des Werkes zu betreten.

Der mit dem ersten Preis prämierte Entwurf der Arbeitsgemeinschaft B.A.S Kopperschmidt + Moczala [Weimar], Werkgemeinschaft Freiraum [Nürnberg] und des Verkehrsplanungsbüros Kühnert [Bergkamen] wurde zur Grundlage der städtebaulichen Rahmenplanung, die im Jahr 2007 durch das Planungsteam im Auftrag der Stadt Leverkusen und der DB AG entwickelt wurde.

Auf Basis der Rahmenplanung werden Bausteine des Projektes planerisch vertieft und deren Umsetzung vorbereitet, z. B.:

  • die Durchführung des Wettbewerbs zur Brückenplanung,
  • die Projektentwicklung Kletterhalle im ehemaligen Kesselhaus,
  • die Standortentwicklung Deutsche Plasser
  • und die Umsetzung erster Maßnahmen in 2009.

Darüber hinaus war 2008 die Bewerbung mit dem Konzept "Campus Leverkusen"der Stadt Leverkusen in Kooperation mit der Industrie- und Handelskammer zu Köln, der Fachhochschule Köln und weiteren Partnern im Rahmen des Wettbewerbs zum Ausbau der Fachhochschulstandorte in NRW erfolgreich. Als Erweiterung der Fachhochschule Köln entstehen auf dem Gelände der neuen bahn stadt :opladen  500 naturwissenschaftliche Studienplätze.

:ausblick
  • Umsetzung erster Maßnahmen in 2009
  • Start des Lehrbetriebs auf dem "Campus Leverkusen" ab dem Wintersemester 2010/2011
:meilensteine

06/2002 – 12/2004

Erarbeitung diverser Fachgutachten und räumlicher Teiluntersuchungen auf Basis einer vorhandenen Machbarkeitsstudie sowie Führung umfangreicher Abstimmungsgespräche mit der DB AG, der BezReg Köln und dem Land NRW (seinerzeit MSWKS, MVEL)

 

12/01/2005

Expertenwerkstatt ‚neue bahn stadt :opladen’ im Rahmen der Regionale 2010.

 

28/02/2005

Zustimmung des  Rates der Stadt Leverkusen sowie des Planungs- und Bauausschusses zu den Planungszielen zur ‚Neuen-Bahn-Stadt-Opladen’ im Kontext der Regionale 2010 und insbesondere zum Ziel des Aufbaus einer eigenständigen Projektmanagementstruktur.

 

03/2006

Öffentliches Auftaktforum zum kooperativen städtebaulichen Wettbewerb Ostseite in den Hallen des ehem. Ausbesserungswerkes

 

bis 06/2006

kooperativer städtebaulicher Wettbewerb zur Entwicklung konkreter städtebaulicher Konzepte für die östlichen Flächen des ehemaligen Ausbesserungswerkes und des Gleisbauhofes Opladen

 

26/08/2006

Präsentation und Ausstellung der Wettbewerbsergebnisse im Rahmen eines öffentlichen Sommerfestes

 

10/2006

Mehrtägige Klausurtagung mit dem Gewinnerteam, Fachgutachtern, Teilen der Jury und Vertretern der Politik zur Konkretisierung der Planung und Vereinbarung der nächsten Schritte

 

seit 01/2007

Erarbeitung einer städtebaulichen Rahmenplanung auf Basis der Ergebnisse des Wettbewerbs

 

02/2007

Beschluss der zuständigen politischen Gremien der Stadt Leverkusen zur Gründung einer eigenen Projektentwicklungsgesellschaft ‚neue bahn stadt :opladen’

 

03/2007

Immobilienwirtschaftlicher Workshops zur ‚neuen bahn stadt :opladen’

 

03 - 12/2007

Erarbeitung der städtebaulichen Rahmenplanung

 

10/2007

Bürgerbeteiligung zur städtebaulichen Rahmenplanung 'neue bahn stadt :opladen'

 

08/2008

Gemeinsame Bewerbung von Projektentwicklungsgesellschaft, der Industrie- und Handelskammer zu Köln, der Fachhochschule Köln, der Stadt Leverkusen und weiteren Partnernzur um die Ansiedlung eines ,Campus Leverkusen‘ im Rahmen des Wettbewerbs zum Ausbau der Fachhochschulstandorte in NRW.

 

11/2008

Entscheidung der Landesregierung zur Einrichtung des ,Campus Leverkusen‘ mit 500 Studienplätzen als Erweiterung der FH-Köln auf dem Gelände.