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:projektbeschreibung

Der Rhein ist Namensgeber, Identifikationsraum und Rückgrat der Region Köln/Bonn. Trotz seiner Bedeutung, der besonderen Aufenthaltsqualitäten entlang seiner Ufer und der Vielzahl innovativer Projekte, die in den vergangenen Jahren am Rhein in der Region Köln/Bonn entwickelt wurden, ist eine durchgängige und qualitätsvolle Raumqualität an vielen Stellen noch nicht gegeben und werden die vorhandenen Potenziale noch nicht ausgeschöpft.

 Das rechtsrheinische Kölner Innenstadtufer insbesondere zwischen den ‚Poller Wiesen’ im Süden und dem Eingang zum Rheinpark im Norden ist zweifelsohne – vis à vis des Domes und des linksrheinischen Altstadtufers - einer prominentesten Orte am Rhein in der Region mit einem Bekanntheitsgrad weit darüber hinaus. Die derzeitige räumliche und gestalterische Situation in diesem Bereich wird der Lagequalität und den stadträumlichen Potenzialen derzeit jedoch [noch] nicht gerecht. Auch die räumlich-funktionalen Verknüpfungen zwischen den beiden Rheinseiten über die Brücken sind noch nicht optimal entwickelt, gleichzeitig nimmt deren Bedeutung im Zuge der dynamischen Entwicklungen im Rechtsrheinischen und insbesondere in Deutz [Messerweiterung, Umzug von RTL und Gerling in die „alten“ Rheinhallen der Messe etc.] immer mehr zu.

Zielsetzung des Projektmoduls Rheinboulevard innerhalb des städtebaulichen Schwerpunktprojektes ‚:stadtentwicklung beiderseits des rheins_Köln’ ist es, den o.g. Bereich im Kontext der gesamtstädtischen Situation am Rhein räumlich-funktional und gestalterisch neu zu entwickeln. Auf Basis der Arbeiten eines im Jahr 2006 seitens der Stadt Köln ins Leben gerufenen interdisziplinären Arbeitskreises Rheinboulevard, dem neben Vertretern der Stadt Köln Fachexperten und Vertreter des BDA Köln, des BDLA Köln und der Leitbildgruppe Stadtgestalt sowie der Regionale 2010 Agentur angehören, sind  städtebaulich-freiraumplanerische Konzepte und Gestaltungsentwürfe für den Rheinboulevard im Jahr 2007 im Rahmen eines 2-phasigen kooperativen freiraumplanerischen Realisierungswettbewerbes entwickelt worden. Auf Grund der Bedeutung dieses öffentlichen Raumes für Anrainer, Stadt und Region war der kooperative Wettbewerb durch eine aktive Beteiligung und umfangreiche Information der Öffentlichkeit gekennzeichnet.

In dem 2-phasigen Verfahren konnte sich das Berliner Büro planorama Landschaftsarchitekten in einem internationalen Teilnehmerfeld durchsetzen. Kernelement des mit dem ersten Preis ausgezeichneten Konzeptes ist eine über 500m lange Freitreppe am rechten Rheinufer zwischen Hohenzollern- und Deutzerbrücke gegenüber der Kölner Altstadt.

Derzeit läuft des Planfeststellungsverfahren für das Projekt. Im Jahr 2009 soll die Realisierung beginnen. Das Projekt wird weiterhin durch den Arbeitskreis Rheinboulevard begleitet.

:wettbewerb

Die Grundidee eines Planungswettbewerbes ist der Wettstreit um die beste Idee. Im Laufe des Verfahrens werden zunächst 23, in Phase II sechs Teams aus Landschaftsarchitekten, Stadtplanern und Architekten ganz unterschiedliche Vorschläge und Ideen für die künftige Gestaltung des Rheinboulevards entwickeln. Die Entwürfe werden von einer Jury aus Vertretern der Stadtverwaltung, der Politik und unabhängigen Fachexperten diskutiert und bewertet. Die Jury kürt am Ende des Verfahrens die Preisträger und empfiehlt der Stadt Köln, welcher der eingereichten Entwürfe die Grundlage der Realisierung des Rheinboulevards werden sollte. Die letztendliche Entscheidung über das weitere Vorgehen treffen die zuständigen politischen Gremien der Stadt Köln.

 

Kooperatives Verfahren …

Die Stadt Köln als Ausloberin hat sich im Falle des Rheinboulevards für ein kooperatives Verfahren entschieden. Anders als bei einem herkömmlichen Wettbewerb gibt es hierbei im laufenden Verfahren einen intensiven Austausch zwischen Ausloberin, Jury, Anrainer, Öffentlichkeit und den Planern. So können bereits im Verfahren Ideen und Konzeptansätze zwischen den Beteiligten diskutiert werden. Anregungen können formuliert werden, die Teams profitieren von den Kenntnissen der Akteure vor Ort und erhalten wertvolle Hinweise zu ihren Konzepten.

 

…mit der Öffentlichkeit!

Das rechtsrheinische Kölner Innenstadtufer zwischen den ‚Poller Wiesen’ im Süden und Rheinpark im Norden ist zweifelsohne – vis à vis des Domes und des linksrheinischen Altstadtufers – einer der prominentesten Orte am Rhein in der Region mit einem Bekanntheitsgrad weit darüber hinaus. Es ist im besten Sinne ein öffentlicher Ort – für die Bewohner von Deutz, die Bürger Kölns, die Region und die Besucher der Stadt aus aller Welt. Deshalb hat sich die Stadt Köln dazu entschieden, den Hauptnutzer - die Öffentlichkeit - aktiv in das Verfahren einzubinden. Dies geschieht schon vor Beginn des eigentlichen Wettbewerbs in einem öffentlichen Bürger-Workshop sowie im Verfahren im Rahmen eines öffentlichen Zwischenforums.

Der Rheinboulevard ist Adresse und Klingelschild einer Vielzahl von Anliegern, die mit ihren Grundstücken und Nutzungen unmittelbar an den Rheinboulevard angrenzen oder Flächen des Rheinboulevards nutzen. Eine frühzeitige Abstimmung und ein Austausch mit den Anrainern und Nutzern sind wichtig, um wesentliche Anforderungen und Rahmenbedingungen des Wettbewerbs zu klären und später eine hochwertige funktionale und gestalterische Gesamtlösung zu ermöglichen. Deshalb fand bereits im September 2006 eine erste Informationsveranstaltung zum Rheinboulevard und im Vorfeld des Wettbewerbsbeginns ein Workshop mit den Anrainern statt. Im Rahmen des öffentlichen Zwischenforums sind auch die Anrainer und Nutzer eingeladen, sich wieder in die Diskussion einzubringen.

 

Verfahrensschritte

Zu Beginn steht die europaweite Bekanntmachung des Wettbewerbs. Planungsteams aus dem In- und Ausland sind aufgefordert, sich für die Teilnahme am Verfahren zu bewerben. Ein Fachgremium bewertet die Bewerbungen und trifft eine Vorauswahl. Das Los entscheidet dann darüber, welche 20 Teams an der ersten Phase des Wettbewerbs teilnehmen dürfen. Zudem hat die Stadt Köln 3 Planungsteams direkt zur Teilnahme eingeladen. Parallel zu diesem Auswahlprozess wird die Wettbewerbsaufgabe in einer Auslobung formuliert. Im Auftaktkolloquium erörtern die Stadt Köln und die teilnehmenden Planungsteams die Wettbewerbsaufgabe und es findet eine intensive Ortsbegehung statt. Damit startet zugleich die erste Bearbeitungsphase des Wettbewerbs. In der Jurysitzung 1 wählt das Preisgericht aus den Arbeiten der Phase 1 sechs Entwürfe aus, die in Phase 2 weiter bearbeitet werden sollen. Im öffentlichen Zwischenforum werden diese sechs Arbeiten zwischen den Teams, der Öffentlichkeit, den Anrainern und der Stadt diskutiert. Hier können alle Beteiligten ihre Ideen und Anregungen einbringen und die Teams ihre Arbeiten erläutern. In Bearbeitungsphase 2 erfolgt die vertiefende Ausarbeitung der Entwürfe. Die Vorprüfung nach der Abgabe der Arbeiten dient der Überprüfung, ob alle geforderten Leistungen erfüllt und die Vorgaben des Verfahrens beachtet wurden. Die eigentliche Bewertung der Arbeiten erfolgt durch die Jury im Rahmen der Jurysitzung 2, in der auch die Preise verliehen werden. Danach folgen die öffentliche Präsentation und Ausstellung der Arbeiten sowie die Dokumentation des Verfahrens.

:ausblick
  • Durchführung des Planfeststellungsverfahrens
  • Entwicklung der Ausführungsplanung
  • Start der baulichen Realisierung Mitte 2009
:meilensteine

September 2006

fachöffentliche Diskussionsveranstaltung zum Rheinboulevard

 

Februar 2007

Anrainer Workshop

 

Februar 2007

EWR-weite Bekanntmachung des Wettbewerbs

 

März 2007

Öffentlicher Bürgerworkshop zum Wettbewerb

 

Juni 2007

Jurysitzung 1 und öffentliches Zwischenforum zum Wettbewerb

 

September 2007

Jurysitzung 2 und Ausstellung der Wettbewerbsergebnisse im Rahmen des Kölner Architekturforums plan 07

 

Juni 2008

Beschlüsse der zuständigen politischen Gremien der Stadt Köln zur Realisierung des Rheinboulevards 

 

 

 

 

 

:downloads

Verfahrensübersicht

 

RheinBoulevardblatt Ausgabe 1/2007

 

:presse

Kölner Stadtanzeiger

25. Februar 2007

1. März 2007

 

Kölner Rundschau

1. März 2007

 

Express Köln

22. Februar 2007

28. Februar 2007