:home:regionale:projekte:projektkarte:projekthomepages:stadt:grün:rhein:kulturelles erbe:gärten der technik:standortimpulse:qualifizierung:ansprechpartner:impressum
:projektträger

Stadt Bergisch Gladbach I Rheinisch-Bergischer Kreis

:projektstatus

A-Projekt

:beschreibung

Das Projekt befasst sich mit der städtebaulichen Entwicklung und Aufwertung der Stadtmitte von Bergisch Gladbach. Bergisch Gladbach und die Stadtmitte sind geprägt durch ihre Lage an der Nahtstelle zwischen den Ballungszentren Köln und Leverkusen auf der so genannten Rheinschiene und dem ländlich geprägten Bergischen Land. Diese Lage wird einerseits in den tagtäglichen [Berufs-]Pendlerströmen deutlich, in denen die Stadtmitte die Funktion eines Umsteige- und Knotenpunktes einnimmt. Auch im Stadtraum ist der Übergang zwischen der flachen Rheinischen Ebene und dem Bergischen Land ablesbar – Marien- und Quirlsberg ziehen sich bis in die Innenstadt hinein. Im Rahmen der künftigen städtebaulichen Entwicklung und von Freiräumen und Wegeverbindungen in der Stadtmitte sollen die topographischen Besonderheiten des Stadtraums aufgegriffen werden. Auch soll durch die Schaffung eines 'Mehr' an Aufenthaltsqualität in der Stadtmitte die Verweildauer der Besucher und Pendler erhöht werden.

Bergisch Gladbach und die Stadtmitte liegen an der Strunde. Der Fluss und die sich dort im Zuge der Industrialisierung angesiedelte Papierindustrie bilden den Ursprung der Stadtentwicklung. Die Strunde als Identifikationsmerkmal der Stadt ist aber heute im Bereich der Stadtmitte verrohrt und damit nicht mehr erlebbar. Im Rahmen des Projektes wird die Strunde im Stadtraum wieder erfahrbar gemacht. Hierdurch enstehen neue Freiraum- und Aufenthaltsqualitäten in der Stadtmitte.

Die Ansiedlung von zwei großen Einzelhandelszentren und die Diskussion um die Umstrukturierung eines bestehenden Centers werden in naher Zukunft zu tiefgreifenden Veränderungen innerhalb der Fußgängerzone und der Geschäftsstraßen in der Stadtmitte führen. Die Ansiedlungsvorhaben und die damit verbundenen Investitionen in der Stadtmitte bergen eine Chance für den Standort, bringen für die ansässigen Einzelhändler und die Stadt aber zugleich die Verpflichtung mit sich, gemeinsam innovative Strategien für den Geschäftsbestand zu entwickeln, so dass der Standort insgesamt von den Entwicklungen profitieren kann.

Derzeit existieren mehrere Brach- oder mindergenutzte Flächen in der Innenstadt. Die Reaktivierung dieser Flächen im Rahmen der Projektentwicklung wird einerseits die Innenstadt als hochwertigen Wohnstandort wiederbeleben und anderseits durch Freiflächen mehr Aufenthaltsqualität in der Innenstadt schaffen.

Kernelement der Projektentwicklung ist der Einbezug und die aktive Beteiligung der Öffentlichkeit und von Schlüsselakteuren der Stadtmitte an der Projektentwicklung.

 

:planung+prozess

Am Anfang des Projektqualifizierungsprozesses im Rahmen der Regionale 2010 stand eine mehrtägige Werkstatt mit Experten unterschiedlicher Fachdisziplinen, die die Stadt Bergisch Gladbach und die Regionale 2010 Agentur Anfang 2006 auf Basis einer ersten Projektskizze durchgeführt haben. Ziel war es, die Ausgangslage der Stadt, die bisherigen Planungsansätze in der Innenstadt - wie die städtebaulichen Rahmenplanung aus dem Jahr 2001 und ein darauf aufbauendes Freiraumkonzept - und die Zielsetzungen des Projektes aus unterschiedlichen Perspektiven und bewusst von „außerhalb“ betrachten und kommentieren zu lassen. Die Ergebnisse der Werkstatt wurden im Mai 2006 in einer mehrtägigen Planungswerkstatt vor Ort für einzelne Teilräume vertieft. Die Ergebnisse beider Werkstätten und der weiteren Projektqualifizierung wurden darauf hin im Jahr 2007 zu einem städtebaulichen Memorandum mit konkreter Projekt- und Planungsprozessstruktur weiterentwickelt.

Das Memorandum bildet die planerische Grundlage für die laufenden Planungsprozesse mit der Öffentlichkeit und die Konkretisierung der Planungsziele z.B. in Wettbewerben.

:ausblick
  • Vorbereitung eines Wettbewerbs zur Gestaltung der öffentlichen Räume
:meilensteine

02/2006

Expertenwerkstatt zur Erarbeitung von räumlichen, inhaltlichen und thematischen Schwerpunkten der Innenstadtentwicklung sowie von Verfahrens- und Konzeptansätzen für eine Akteursbeteiligung und das Projektmanagement.

 

05/2006

Vertiefende Planungswerkstätten für den „zentralen Geschäfts-/ Bahnhofsbereich“ und den sog. „StadtKulturGarten“ mit dem Buchmühlengelände

 

10/2006 - 09/2007

Erarbeitung der Projektstruktur und des städtebaulichen Memorandums

 

10/2007

Beschluss des Hauptausschusses der Stadt Bergisch Gladbach zum städtebaulichen Memorandum

 

06/2008

Erreichen des 'A-Status' im Rahmen der Regionale 2010

 

08/2008

Start des Planungs- und Beteiligungsprozesses mit den Innenstadtakteuren in den drei Kernbausteinen `StadtKulturGarten', 'zentraler Geschäftsbereich' und 'Bahnhofsbereich'

 

11/2008

Durchführung des 1. öffentlichen Projekttages in der Villa Zanders