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:zum nutzen von schülerwettbewerben

Gemeinsames Ziel aller Wettbewerbe ist es, bei den Schülerinnen und Schülern die Bereitschaft zu wecken und zu fördern, sich mit dem jeweiligen Themenbereich zu beschäftigen, um dadurch ihre fachspezifischen Kenntnisse und Fähigkeiten zu steigern.

Schulen und Lehrkräfte haben in aller Regel nur begrenzte Möglichkeiten, besonders interessierte, begabte und leistungsbereite Schülerinnen und Schüler zu erkennen und angemessen zu fördern. Wettbewerbe können hier eine wichtige Hilfe leisten und auch zur Profilbildung der Schule beitragen. Sie gehen meist von in der Schule erworbenen Kenntnissen und Fähigkeiten aus; in ihren
Anforderungen überschreiten sie allerdings - insbesondere bei mehrstufigen Wettbewerben - deutlich das schulische Niveau, vor allem hinsichtlich der Dauer der Beschäftigung mit einem Gegenstand, der Intensität des Arbeitseinsatzes, des Schwierigkeitsgrades der Aufgabenstellung sowie der Komplexität und des Umfangs des zu erarbeitenden Produkts.

Oft ist es notwendig, sich eigenständig Informationen zu beschaffen, wodurch elementare Forschungssituationen geschaffen werden. Soweit der Wettbewerb Arbeit in Gruppen zulässt oder die Teilnehmenden an einem Ort versammelt, kann er auch ähnlich Interessierte und Befähigte zusammenführen und damit wertvolle Kontakte stiften.

Ob begabte Schülerinnen und Schüler tatsächlich an für sie interessante Wettbewerbe gelangen, hängt ganz erheblich von der Bereitschaft der Lehrkräfte ab, diese bekannt zu machen und für eine Teilnahme zu werben. Sie haben eine Schlüsselposition in diesem Vermittlungsprozess, denn auch besonders Begabte brauchen die persönliche Ansprache und Ermutigung, sich der Herausforderung eines Wettbewerbs zu stellen.

Als Lohn winken attraktive Geld- und Sachpreise, die Teilnahme an Förderprogrammen und internationalen Veranstaltungen bis hin zu Stipendien der Studienstiftung des deutschen Volkes. Besonders gute Wettbewerbsleistungen kann die Schule im Zeugnis anerkennen oder sie können unter bestimmten Voraussetzungen als besondere Lernleistung in die Abiturprüfung eingebracht werden.

Wettbewerbsleistungen können auch in Entscheidungen von Universitäten über die Vergabe von Studienplätzen einbezogen werden.

Die Wettbewerbe werden von der Bundesregierung, den Ländern sowie von privaten Stiftungen und Institutionen gefördert. Tausende von ehrenamtlichen Organisatoren, Aufgabenstellern und Juroren sind für die Durchführung der Wettbewerbe unentbehrlich.

:kriterien guter schülerwettbewerbe -
eine liste zur orientierung

Die folgende Liste nennt eine Reihe von Kriterien, an denen Sie die Qualität von Wettbewerben prüfen können.


Teilnahme

  • Die Teilnahmebedingungen und die Ausschreibung des Schülerwettbewerbs gewährleisten, dass der Wettbewerb so durchgeführt wird, wie er ausgelobt wurde.
  • Der Wettbewerb steht allen, die durch die Teilnahmebedingungen zugelassen sind, mit gleichen Chancen offen.
  • Die Teilnehmerdaten werden entsprechend den Bestimmungen des Datenschutzes behandelt und nicht zu kommerziellen Zwecken an Dritte weitergegeben.

Information

  • Die Ausschreibung lässt klar erkennen, nach welchen Kriterien die Wettbewerbsbeiträge bewertet werden, wie der Wettbewerb von der Auslobung bis zur Preisverleihung abläuft und welche Stationen die Wettbewerbsbeiträge durchlaufen.
  • Sofern die Wettbewerbsbeiträge einzusenden sind, erhalten alle Teilnehmer/innen Eingangsbestätigungen und werden über die Ergebnisse ihres Abschneidens informiert. Ist dies aus organisatorischen Gründen nicht möglich, muss die Ausschreibung einen entsprechenden Hinweis enthalten.
  • Der Wettbewerb dokumentiert gegenüber der Öffentlichkeit seine Gesamtergebnisse.

Bewertung

  • Die Jury arbeitet unabhängig. Sie ist mehrheitlich durch Mitglieder besetzt, die in keinem Abhängigkeitsverhältnis zum Träger bzw. zur Geschäftsstelle stehen.
  • Die vom Wettbewerb benannte Jury ist auch diejenige, die die Beiträge begutachtet; sie fällt kein bereits vorab getroffenes Urteil, sondern arbeitet ergebnisoffen.
  • Alle Beiträge werden sorgsam und jeweils einzeln für sich behandelt und bewertet.
  • Die Juror/innen werden auf ihre Arbeit vorbereitet. Die den Teilnehmer/innen bekannt gegebenen Bewertungskriterien gelten auch für die Juryarbeit.
  • Die Preise für die Teilnehmer/innen sind nicht an sach- und wettbewerbsfremde Bedingungen geknüpft (z. B. Verpflichtungen zu Kauf oder Zuzahlung)

Zielsetzung

  • Der Wettbewerb fordert dazu auf, eine pädagogisch sinnvolle Leistung zu erbringen.
  • Der Wettbewerb fördert wichtige Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler.
  • Der Wettbewerb verfolgt das Ziel, Kindern und Jugendlichen eine anregungsreiche Lernerfahrung zu ermöglichen.

Trägerschaft

  • Der Schülerwettbewerb ist auf Dauer angelegt und wurde mindestens zwei Mal erfolgreich durchgeführt.
  • Der Wettbewerb verfolgt keine kommerziellen Interessen und befindet sich in gemeinnütziger bzw. öffentlicher Trägerschaft.
  • Ein begleitendes Gremium sichert die fachliche und pädagogische Qualität des Wettbewerbs.

Es ist möglich, dass auch ein guter Wettbewerb einzelne Kriterien dieser Liste nicht erfüllen kann. Solche Abweichungen müssten jedoch begründet und transparent kommuniziert werden.