50 Meter hoch ragen zwei leuchtend rote Stelen wie Obelisken aus den beiden Verteilerkreisen an Anfang und Ende der ältesten Autobahn Deutschlands, der BAB 555. Als weithin sichtbare Landmarken verbinden sie die rheinischen Metropolen Köln und Bonn. „Raum und Zeit, Ferne und Nähe, Anfang und Ende und den Raum zwischen den Polen sichtbar und erlebbar werden zu lassen“, ist die künstlerische Intention. „Jede der Stelen steht für sich als eigenständige Skulptur an ihrem jeweiligen Standort, setzt sich aber in Kopf und Gefühl des Betrachters zu einem großen Ganzen zusammen. Man sieht immer nur einen Teil, weiß aber stets um den anderen.“ Lutz Fritsch gilt als „Raumforscher“ unter den Bildhauern der Gegenwart, als Poet und Choreograph im Raum. Minimalistisch in der Form, hoch präsent durch pure Farbigkeit, schaffen seine Skulpturen neue Bezugssysteme, wecken das Bewusstsein für die nähere und weitere Umgebung und lenken den Blick auf lang Vertrautes, aber oft Übersehenes. Mitten im Herzen Europas setzen die Domstadt und die Beethovenstadt durch die Skulptur „Standortmitte“ ein weithin sichtbares Zeichen für die Region. zurück
