Ziel der Regionale 2010 ist die Entwicklung eines Kulturlandschaftsnetzwerks der Region Köln/Bonn aus der Region heraus. Dieses orientiert sich an der strukturellen Leitlinie „Zukunft gemeinsam gestalten“, denn die Sicherung, Nutzung und Entwicklung von Landschaft kann in einer weiterhin wachsenden Region nur als Gemeinschaftswerk der 50 Kommunen in vier Flächenkreisen und der drei kreisfreien Städte sowie aller gestaltenden Akteure vor Ort gelingen.
Die Region Köln/Bonn hat mit dem ‚masterplan :grün‘ ein Instrument zur Qualitätssicherung in der Gestaltung der Landschaften der Region erarbeitet, das in einer kontinuierlichen Abstimmung mit den Kommunen, den sektoralen Fachdisziplinen sowie mit der Bezirksregierung Köln und dem Land NRW steht. Als erste Veröffentlichung wurde im Mai 2005 der [Vor]Entwurf des ‚masterplan :grün‘ herausgegeben. Er bildete den Auftakt einer neuartigen Kommunikation über die Grenzen der einzelnen Gebietskörperschaften hinweg. Dabei stößt er auf eine breite Akzeptanz innerhalb der Region.
Alle Kommunen, Behörden und Verbände in der Region, sowie das Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz NRW u.a. hatten im Zeitraum von Mai bis Dezember 2005 die Möglichkeit, den [Vor]Entwurf zu ergänzen bzw. zu korrigieren. Die Veröffentlichung des ‚masterplan :grün‘ Version 2.0 mit dem Titel „Kulturlandschaftsnetzwerk der Region Köln/Bonn – Zukunft gemeinsam gestalten“ stellt nicht nur eine Ergänzung zum [Vor]Entwurf dar, sie geht erheblich weiter. So werden die Ansprüche an die Region aufgezeigt und eine Vielzahl von Zielen für die künftige Entwicklung der Region Köln/Bonn benannt. Zudem wird verdeutlicht, dass eine solche Entwicklung nicht ohne die Bewältigung von Konflikten möglich ist.
Der ‚masterplan :grün‘ wird bis 2010 kontinuierlich fortgeschrieben und jeweils um weitere Aspekte ergänzt. Das Instrument ‚masterplan :grün‘ lenkt schon jetzt die Akteure vor Ort bei der Qualifizierung ihrer Projekte, erfreulicherweise nicht nur im Kontext der Regionale 2010, sondern auch darüber hinaus: Kommunale Flächennutzungsplanungen werden im Einklang mit dem Kulturlandschaftsnetzwerk [weiter-] entwickelt, Kommunen schließen sich über kommunale Grenzen und Kreisgrenzen hinweg zusammen und „packen sich“ ihren Landschaftsraum, um ihn gemeinsam zu gestalten.
Regionale Förderer und Nutzer von Kultur und Landschaft [bzw. Kulturlandschaft] richten sich an den qualitativen Zielen des Kulturlandschaftsnetzwerks aus. Damit verbunden ist oftmals die Zusammenführung von laufenden Maßnahmen vor Ort – nicht mehr isoliert, sondern nun effizient ausgerichtet am größeren Ganzen: an den vielfältigen Landschaftsräumen in der Region Köln/Bonn. Es deutet sich an, dass das Kulturlandschaftsnetzwerk der Region Köln/Bonn im Rahmen der Regionale 2010 – beispielhaft in ausgewählten Teilräumen – die Grundlagen für eine strategische Entwicklungsperspektive von der Dauer einer Generation legen kann.








