Die Skulptur „Standortmitte“ ist eine zweiteilige Skulptur, wobei je eine 50 Meter hohe, leuchtend rot lackierte, senkrecht aufragende Stele mittig in beiden Verteilerkreisen am Anfang und Ende der BAB 555 steht, die die Städte Köln und Bonn miteinander verbindet. Diese BAB 555 stellt eine in Deutschland einmalige verkehrstechnische Situation dar: Sie verbindet exakt zwei Städte und beginnt und endet jeweils mit einem Kreisverkehr. Zudem ist sie die älteste Autobahn Deutschlands, die 1932 als Schnellkraftwagenstraße von Konrad Adenauer erbaut wurde.
Jede der beiden Stelen steht für sich als eigenständige Skulptur in der jeweiligen Stadt. Beide Stelen sind nie gleichzeitig zu sehen. Als Ganzes setzt sich die Skulptur nur im Kopf bzw. im Gefühl zusammen. Die Skulptur verweist auf historische Bezüge in der Region, z.B.: Hier war das Zentrum der römischen Colonia, dort das Legionslager am Rhein. Hier der Kurfürst, dort der Erzbischof. Bei aller Individualität der beiden Städte am Rhein lässt sich in Geschichte und Gegenwart ein reger Austausch zwischen Köln und Bonn von der Römerzeit bis heute nachweisen.
Die Skulptur „Standortmitte“ verbindet zwei Städte und thematisiert auch den Raum dazwischen. Sie ist ein weithin sichtbares Zeichen, das in der Rheinschiene die Region Köln/Bonn mit den Mitteln der Kunst sichtbar macht, hervorhebt und damit als eigenständigen Kulturraum manifestiert. Durch das Wissen um den jeweils anderen Teil der Skulptur erlebt man die räumliche Distanz als Nähe, empfindet die Souveränität des einzelnen Ortes und erkennt gleichzeitig das Verbindende. Die Skulptur wird Ende des Jahres 2008 realisiert.
Höhe: 50 m, ø ca. 900 mm
Stahlrundrohr, lackiert (RAL 3020) verkehrsrot
Die Skulptur wird im Jahr 2008 realisert.














