In unmittelbarer Nähe zum Ballungsgebiet Rheinschiene ist die südliche Heideterrasse mit der Wahner Heide und dem Königsforst als alte und wertvolle Kulturlandschaft von herausragender Bedeutung. Es handelt sich um einen heterogenen Landschaftsraum, der – landesweit und europäisch bedeutsam – eine Vielzahl ökologisch sensibler Flächen aufweist. Mit diesem ökologischen und schützenswerten Potenzial ausgestattet, spielt der Projektraum zugleich eine wichtige Rolle für die Naherholung.
Neben ihrem Wert als Naturerbe sind die Wahner Heide, die im Mai 2008 in das Nationale Naturerbe der Bundesrepublik Deutschland aufgenommen wurde und der Königsforst durch ihre Lage in einem Ballungsraum von europäischer Bedeutung gekennzeichnet. Sieben Kommunen mit zusammen fast 1,3 Mio. Einwohner haben Anteil am Gebiet, das sich im Zentrum der Region Köln/Bonn befindet. Aus der Lage im Ballungsraum erwachsen besondere Ansprüche an das Gebiet und damit auch besondere Problemstellungen für den Naturschutz. Nicht nur wichtige Infrastrukturen der Region (Flughafen, ICE-Trasse, Autobahnen) haben Flächenansprüche, auch die Einwohner der Region suchen hier Entspannung und Freiräume für unterschiedliche Aktivitäten.
In der Wahner Heide und Königsforst handeln öffentliche und institutionelle Akteure, neben bundesweit aktiven Naturschutzverbänden engagieren sich lokale Initiativen und Vereine.
Der Prozess zur Erarbeitung eines gemeinsamen Ansatzes zur Entwicklung eines nachhaltigen Nutzungs- und Schutzkonzeptes hat in einem mehrstufigen Abstimmungsverfahren übereinstimmende Ansätze ergeben.
Ziel der Projektgruppe „Forum Wahner Heide_Königsforst“ ist es, die herausragenden Qualitäten des Naturerbes zu vermitteln und so die wertvolle Kulturlandschaft in ihrer besonderen Identität zu wahren und zu kommunizieren.
Das Gebiet soll unter Wahrung seines Naturschutzwertes insbesondere im Hinblick auf die Besucherlenkung weiterentwickelt werden und durch eine gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit sowie ein räumlich wirksame und differenzierte „Portalkonzeption“ umgesetzt werden
Mit der Festlegung auf vier sog. A-Tore als „Portale“ in dem Projektraum haben sich vier lokale Arbeitsgruppen unter einem „Projektdach“ formiert, die die grundsätzlichen thematischen, raumprogrammatischen und Betreiber-Fragen der A-Tore erarbeiten.
Es handelt sich um die Standorte:
- Burg Wissem, im Rahmen der Gesamtperspektive Burg Wissem [Stadt Troisdorf, RSK und Verbände]
- Gut Leidenhausen [Ansässige Vereine und Institutionen, Stadt Köln]
- Forsthaus Steinhaus [Landesbetrieb Wald und Holz, Stadt Bergisch Gladbach, RBK und Verbände]
- Turmhof [Stadt Rösrath, RBK und Verbände]
Jeder Standort soll die Funktion eines Informationszentrums übernehmen, das spezifische und aufeinander abgestimmte Themenfelder des jeweiligen Umfeldes vermittelt
Entwicklung der portalübergreifenden und portalspezifischen Projektkommunikation
Umsetzung der Portalplanungen








